04.08.2025

Entlastung für unsere Ortschaften:

Gemeinderat stellt Weichen für Variante 5

Seit über zehn Jahren beschäftigt die Gemeinde Vaterstetten die Frage, wie wir die Ortsteile Weißenfeld und Parsdorf vom Durchgangsverkehr entlasten können. Ursprünglich war dafür eine eigene Ortsumfahrung geplant: 2015 wurde der Auftrag zur Planfeststellung erteilt, 2017 die Unterlagen bei der Regierung von Oberbayern eingereicht. 2020 folgte der Planfeststellungsbeschluss – allerdings mit erheblichen Zusatzforderungen der Autobahndirektion, unter anderem für ein Brückenbauwerk über die A 94. Klagen von Landwirten verzögerten die Umsetzung zusätzlich. Erst im Februar 2025 wurde der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig.

Doch während dieser Zeit sind die Kosten explodiert:

Hinzu kamen Risiken durch Baukostensteigerungen und zusätzliche Auflagen. Damit würde die Umfahrung eine finanzielle Belastung von über 25 Mio. € für den Gemeindehaushalt bedeuten – Geld, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird.

Nach über zehn Jahren Planungs- und Genehmigungsverfahren für die Ortsumfahrungen Weißenfeld und Parsdorf stand in der letzten Sitzung des Gemeinderats eine richtungsweisende Entscheidung an: Der Gemeinderat hat am vergangenen Donnerstag über den Wechsel zur sogenannten Variante 5 beraten. Diese sieht die Verlegung der Kreisstraße M 18/EBE 4 im Zuge der 8-streifigen Erweiterung der A 99 vor und bringt zahlreiche Vorteile:

Die bisherige Planung (Umfahrung Weißenfeld/Parsdorf) hätte die Gemeinde rund 25 Mio. € gekostet und wäre frühestens 2031 fertig geworden. Mit Variante 5 kann die Gemeinde Vaterstetten diese Mittel in andere wichtige Projekte wie Bildung, Kinderbetreuung, Wohnen und Geothermie investieren.

Der Gemeinderat hat bei nur einer Gegenstimme (Wolfgang Schermann, SPD) diesen neuen Weg gutgeheißen.