VII. Natur - Umwelt - Sauberkeit

Wichtige kommunale Entscheidungen in den letzten sechs Jahren in den Bereichen Umwelt und Naturschutz, Landschaftsplanung und Grünordnung gehen auf Anträge der CSU-Fraktion unter Federführung ihres umweltpolitischen Sprechers Franz Bichlmeier zurück oder erfuhren von der CSU nachhaltige Unterstützung. Beispielhaft sind in diesem Zusammenhang zu nennen:
  • die Erstellung eines neuen gemeindlichen Landschaftsplanes
  • die Erstellung eines gemeindlichen Grünkonzepts
  • die Bewerbung um die "Kleine Gartenschau"
  • die Verlagerung und der Neubau des Wertstoffhofes
Die Schwerpunkte einer nachhaltigen Umweltpolitik - weltweit und kommunal - werden in den nächsten Jahren im Bereich des Klimaschutzes und im Erhalt der biologischen Vielfalt liegen. In unserer Gemeinde kommen darüber hinaus dem Lärmschutz und nachhaltigem Flächenmanagement große Bedeutung zu.
  1. Klimaschutz
     
    1. Wir befinden uns mitten in einem umfangreichen globalen und regionalen Klimawandel mit erheblichen ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen. In diesem Bereich ist jeder Einzelne, aber auch die Gemeinde in ihrer Vorbildfunktion gefordert.
    2. Möglichkeiten der CO2-Emissionsminderung in der Gemeinde sehen wir in einem effizienten Energiemanagement, welches den Energieverbrauch der zahlreichen gemeindlichen Liegenschaften verringert. Die Gemeinde Vaterstetten verfügt über zahlreiche öffentliche Gebäude: Schulen, Turnhallen, Kindergärten, Feuerwehren, Jugendzentrum, Bücherei, etc., wovon die wenigsten Neubauten sind.
    3. Die meisten von ihnen sind älter als zehn Jahre bzw. mehrere Jahrzehnte alt mit überdurchschnittlich hohen Bewirtschaftungskosten und überproportional hohem Energieverbrauch.
    4. Deshalb streben wir eine umfassende energetische Gebäudesanierung mit dem Ziel an, insbesondere den Energieverbrauch zu senken und darüber hinaus Wert, Qualität und Attraktivität der gemeindlichen Liegenschaften zu erhöhen. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Energieeffizienz fortlaufend kontrolliert und weiter verbessert werden.
    5. Die CSU sieht die Gemeinde zu diesem Vorgehen auch durch die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) des Bundes veranlasst. Durch sie wird die Einführung von "Energieausweisen" auch für Bestandsgebäude in Deutschland zur Pflicht.
    6. Diese "Energieausweise" sollen die Transparenz über den Energieverbrauch von öffentlichen Gebäuden mit großem Publikumsverkehr erhöhen und zu einer beschleunigten Erschließung wirtschaftlicher Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand beitragen.
    7. Wir werden uns ferner einsetzen:
      • für eine umfassende Unterstützung des Umweltamtes bei allen Fragen der Energieeinsparung für unsere Bürger, insbesondere im Bereich der energetischen Gebäudesanierung,
      • für die Nutzung von erneuerbaren Energien wie die Installation von Photovoltaikanlagen auf und an öffentlichen Gebäuden und Anlagen (z.B. beim neuen Wertstoffhof) und für die Nutzung der Geothermie,
      • für einen privat betriebenen Solarpark auf einem geeigneten Grundstück z.B. entlang der Autobahn.
  2. Naturschutz und Grünordnung
     
    1. Eine lebenswerte Wohnumwelt hängt eng mit einer intakten naturnahen Landschaft zusammen. Die Fläche der Gemeinde Vaterstetten besteht zu gut 75 % aus Feldern, Wiesen und Wäldern, wir sind umgeben von attraktiven Naherholungsgebieten.
    2. Wir werden uns auch weiterhin für deren Erhalt einbringen und erforderliche Verbesserungen in die Wege leiten. Damit können gleichermaßen die Belange des Natur- und Artenschutzes, der Erholung sowie eines ansprechenden Siedlungs- und Landschaftsbildes erfüllt werden. Landschaftsplan und Grünordnungskonzept dienen hierbei als Leitlinien und Ideengeber.
    3. Wir werden uns einsetzen für:
      • eine nachhaltige, mit den Grundbesitzern - insbesondere den Landwirten - abgestimmte Umsetzung des Landschaftsplanes;
      • die Fortführung der Umsetzung des Grünkonzeptes als "grüne Achse" durch Vaterstetten und Baldham;
      • für die Fortführung der Staudenpflanzungen innerörtlich entlang der Verkehrswege und an zentralen Orten (einschließlich Pflanzpatenschaften);
      • den Ausbau eines gemeindeübergreifenden Rad- und Fußwegenetzes in Verbindung mit landschaftsgestalterischen Maßnahmen (beispielgebend sind die Verbindungen Baldham-Dorf - Vaterstetten und Vaterstetten - Ottendichl);
      • ein Grünflächenpflegekonzept vor allem auch unter Kostengesichtspunkten und der Sicherung der Grünflächenqualität;
      • eine nachhaltige Sicherung wertvoller Grün- und Landschaftsstrukturen in Siedlung und freier Landschaft, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Biotopvernetzung und Biotopvergrößerung (z.B. Feuchtbiotop in Purfing); zur Erreichung dieser Ziele soll die Lage der Ökokontoflächen verstärkt darauf ausgerichtet werden; daneben sollten vor allem auch Waldränder und Ortsränder verstärkt ökologisch aufgewertet werden;
      • die Fortführung der ökologischen Aufwertung des Rißmoränenzugs in Purfing;
      • für orts- und landschaftlich verschönernde Pflanz- und Pflegeaktionen gemeinsam mit den Bürgern;
      • eine erneute Bewerbung der Gemeinde um die "Kleine Gartenschau"; der Einzug in die Endauswahl bei der ersten Bewerbung soll uns Verpflichtung und Ansporn sein;
      • eine erneute Teilnahme beim Bundeswettbewerb "Entente florale - eine Stadt blüht auf"; die Bronzemedaille bei der ersten Teilnahme war Bestätigung und Ansporn für den eingeschlagenen Weg.
  3. Lärmschutz
     
    1. Der Schutz vor Lärm ist ein Hauptanliegen vieler Bürger. Unsere Gemeinde ist durch ein dichtes Netz von Straßen und durch die stark frequentierte Bahnlinie München-Rosenheim erheblich belastet. Während entlang der Bahn eine wichtige Lärmschutzmaßnahme verwirklicht werden konnte, führt unzureichender Lärmschutz entlang der Straßen häufig zu Klagen.
    2. Wir werden uns dafür einsetzen,
      • dass die Gemeinde das ihr Mögliche unternimmt, damit die Lärmbelastung verringert wird, insbesondere entlang der Bundesautobahnen und der B 304 und
      • dass die Gemeinde in Gesprächen mit dem Straßenbauamt Rosenheim und der Autobahndirektion Südbayern wirksame Möglichkeiten des Lärmschutzes erörtert.
  4. Abfallwirtschaft und Sauberkeit
     
    1. Der von der Gemeinde eingeschlagene Weg zur Abfallbeseitigung wird nachdrücklich unterstützt. Den Bürgern gebührt hierbei besondere Anerkennung. Sie sind vorbildlich in der Abfallvermeidung und -trennug. Um den Service für die Bürger zu verbessern, wurde auf Vorschlag unseres Bürgermeisters die wöchentliche Leerung der Komposttonnen in den Sommermonaten eingeführt.
    2. Der neue Wertstoffhof, den der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung in den letzten Jahren geplant und umgesetzt hat, wird die jetzige Situation und den Service für die Bürger nochmals deutlich verbessern.
    3. Wir werden auch weiterhin die Gemeinde darin bestärken, die zweimal jährlich durchgeführte Grünabholung beizubehalten.
    4. Wie 2001 angekündigt, hat sich der Bürgermeister verstärkt für ein sauberes Ortsbild eingesetzt. Die Gemeinde hat sich mittlerweile eine eigene Kehrmaschine angeschafft, mit der u.a. auch erfolgreich das "Unkraut" an den Straßenrändern reduziert werden konnte.
    5. Die Containerstandorte wurden mit Holzeinfassungen und Pflasterbelägen optisch verbessert. Drei Wertstoffinseln an zentralen Stellen wurden unter die Erde verlegt ("Unterflur-Container"), weitere sollen noch folgen. Ebenso wurden zur Reduzierung des Problems "Hundekot" zahlreiche sog. "Hundetoiletten" aufgestellt, die auch gut angenommen worden sind.
    6. Durch diese Maßnahmen hat sich die Situation spürbar verbessert - wir sind aber noch nicht am Ziel. Zur weiteren Optimierung wird sich die CSU auch in Zukunft für ein sauberes und attraktiveres Ortsbild einsetzen.

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